Schnarchen und schlafbezogene Störungen der Atmung

Harmloses Schnarchen oder obstruktive Schlafapnoe (Schnarch-Atempausen-Syndrom)?

Sie schnarchen?

  • Ihr Partner bemerkt Atempausen und Atemaussetzer?
  • Sie sind tagsüber immer müde?
  • Bei eintönigen Tätigkeiten schlafen sie am hellen Tag ein?
  • Ihre Konzentrationsfähigkeit nimmt ab?

Sie selbst haben Fragen wie zum Beispiel

  • Wie unterscheide ich harmloses vom gefährlichen Schnarchen?
  • Wie schwer ist die Beeinträchtigung des Schlafes?
  • Wie entsteht Schnarchen?
  • Welche Ursachen liegen vor?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?

Wie entsteht Schnarchen?

Schnarchen entsteht in den oberen Luftwegen. Die Nase, der weiche Gaumen, das Zäpfchen, die Mandeln, das Gewebe rund um die Mandeln, der Zungengrund sowie die Hinter- und Seitenwände des Rachenraumes können hier unterschiedlich beteiligt sein. Schnarchen wird durch Vibration des weichen Gewebes oft im erschlaffbaren Teil der oberen Atemwege ausgelöst. Luftwirbel werden in den Atemwegen des Schlafenden erzeugt, während er durch Nase oder Mund atmet. Es kommt zu Ansaug- und Flattergeräuschen. In welchem Abschnitt der Atemwege eines einzelnen Menschen Schnarchen entsteht, ist trotz modernster endoskopischer Techniken nur ungefähr abschätzbar. Da dies aber für den Behandlungserfolg eine wichtige Rolle spielt, muss neben ausgefeilten Untersuchungsmethoden im individuellen Kontakt und Gespräch auf wichtige Einflussfaktoren eingegangen werden.

Wie unterscheide ich harmloses vom gefährlichen Schnarchen?

Krankhaftes Schnarchen Harmloses Schnarchen
Häufigkeit jede Nacht gelegentlich
Lautstärke sehr laut, hörbar im nächsten Zimmer mittellaut bis laut, harmonisch
Klang explosionsartig, hart, mit hohen Frequenzen, röchelnd tieffrequent
Atmung mit häufigen Pausen (Aussetzer) regelmäßig, selten Pausen
Schlafverhalten unruhiger Schlaf, häufiges Erwachen ruhiger Schlaf

Was kann ich selbst tun, um mein Schnarchen zu mildern?

  • leichtes Abendessen, moderater Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen, seitliche Schlaflage, erhöhter Oberkörper im Bett, Reduktion von Zigaretten- und Koffeinkonsum
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • eventuell eine behinderte Nasenatmung abklären lassen, eine Messung (Rhinomanometrie) bringt im Zweifelsfall Klarheit
  • eventuell Schlafmittel wechseln oder absetzen
  • Schlafentzug durch Schichtarbeit begünstigen die Entstehung des Schnarchens

Was passiert bei meinem ersten Untersuchungstermin bei HNO Praxen?

Ich gebe meinem Facharzt dort einen Überblick meiner Beschwerden. Der Arzt hat Fragen an mich und gegebenenfalls an meinen Partner zu meinen Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten, meinem Tagesablauf, aber auch zu Größe und Gewicht. Nase und Rachen und Kehlkopf sieht er sich endoskopisch an, er zeigt mir, wo mögliche Ursachen für mein Schnarchen bei mir liegen. Einbezogen werden Untersuchungsverfahren wie Rhinomanometrie (Nasenwiderstandsmessung), Ultraschall, polysomnografische Untersuchung (Aufzeichnung verschiedener Körperfunktionen wie Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung des Blutes, Herzfrequenz im Schlaf), letzteres vor allem bei Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche. Erstellt wird dann ein Behandlungskonzept, möglicherweise auch als Kombination mehrerer erfolgversprechender Maßnahmen.

In dieser Sprechstunde werden Sie von Dr. Andreas Kähne und Dr. Volkmar Heltriegel beraten.