harmloses Schnarchen oder obstruktive Schlafapnoe (Schnarch- Atempausen-syndrom)?
Schnarchen entsteht in den oberen Luftwegen. Die Nase, der weiche Gaumen, das Zäpfchen, die Mandeln, das Gewebe rund um die Mandeln, der Zungengrund sowie die Hinter- und Seitenwände des Rachenraumes können hier unterschiedlich beteiligt sein. Schnarchen wird durch Vibration des weichen Gewebes oft im erschlaffbaren Teil der oberen Atemwege ausgelöst. Luftwirbel werden in den Atemwegen des Schlafenden erzeugt, während er durch Nase oder Mund atmet. Es kommt zu Ansaug- und Flattergeräuschen. In welchem Abschnitt der Atemwege eines einzelnen Menschen Schnarchen entsteht, ist trotz modernster endoskopischer Techniken nur ungefähr abschätzbar. Da dies aber für die Behandlungserfolg eine wichtige Rolle spielt, muß neben ausgefeilten Untersuchungsmethoden im individuellen Kontakt und Gespräch auf wichtige Einflußfaktoren eingegangen werden.
Krankhaftes Schnarchen |
Harmloses Schnarchen |
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|---|---|---|
Häufigkeit |
jede Nacht |
gelegentlich |
Lautstärke |
sehr laut, hörbar im nächsten Zimmer |
mittellaut bis laut, harmonisch |
Klang |
explosionsartig, hart, mit hohen Frequenzen, röchelnd |
tieffrequent |
Atmung |
mit häufigen Pausen (Aussetzer) |
regelmäßig, selten Pausen |
Schlafverhalten |
unruhiger Schlaf, häufiges Erwachen |
ruhiger Schlaf |
nach: W. Pirsig / J. Schäfer, Schnarchen – lästige Störung oder Krankheit
Ich gebe meinem Facharzt dort einen Überblick meiner Beschwerden. Der Arzt hat Fragen an mich und gegebenenfalls an meinen Partner zu meinen Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten, meinem Tagesablauf, aber auch zu Größe und Gewicht. Nase und Rachen und Kehlkopf sieht er sich endoskopisch an, er zeigt mir, wo mögliche Ursachen für mein Schnarchen bei mir liegen. Einbezogen werden Untersuchungsverfahren wie Rhinomanometrie (Nasenwiederstandsmessung), Ultraschall, polysomnografische Untersuchung ( Aufzeichnung verschiedener Körperfunktionen wie Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung des Blutes, Herzfrequenz im Schlaf), letzeres vor Allem bei Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche. Erstellt wird dann ein Behandlungskonzept, möglicherweise auch als Kombination mehrerer erfolgversprechender Maßnahmen.